Die Blutgefässe

Blutgefäße sind Röhren, die Blut zu und von allen Teilen des Körpers transportieren. Das menschliche Blutkreislaufsystem besteht aus drei Arten von Blutgefäßen: Arterien, Venen und Kapillaren. Eine Arterie ist ein großes Blutgefäß mit Wänden aus Muskelgewebe; sie transportiert das Blut vom Herzen fort zu den Organen und Geweben des Körpers. Arteriolen sind kleine - Äste der Arterien, die einen Durchmesser von etwa 0,2 mm haben. Die Venen und die kleineren Venolen sind Gefäße, die Blut aus den Organen und Geweben zum Herzen transportieren. Venen verfügen über kleine Klappen, die sich öffnen, um das Blut hindurchfließen zu lassen und sich schließen, um einen Rückfluß des Blutes zu verhindern.

Die Kapillaren sind von mikroskopischer Größe. Sie verbinden die Arteriolen und Venolen durch ein Netzwerk von Metarteriolen. In den Venen befindet sich immer etwa 75% des gesamten Körperblutes. Etwa 20% des im Körper befindlichen Blutes befindet sich in den Arterien und nur etwa 5% in den Kapillaren. Gesunde Blutgefäße haben glatte, bewegliche Wände. Die Arterien transportieren das Blut unter einem hohen Druck und haben deshalb wesentlich elastischere Wände als die Venen des Körpers. Der Blutfluß in den Arterien ist pulsierend. Aufgrund der Tatsache, dass das Herz 70mal in der Minute ein neues Blutvolumen in die Arterien pumpt, nimmt der Blutfluß ständig ab oder zu. Hierdurch wird der Pulsschlag erzeugt, den Sie spüren können, wenn Sie Ihre Fingerspitzen auf die Arterien in Ihrem Handgelenk oder Ihrem Hals legen. Der Druck ist dann am höchsten, wenn der Arterie gerade wieder eine neue Blutmenge zugeführt wird. Man spricht hier von systolischem Druck. Wenn die Ventrikel des Herzens entspannt sind, ist der Druck an seinem Tiefpunkt. Man spricht von diastolischem Druck.

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